Massentierhaltung

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Wir wären kein Tierschutzverein welcher für alle "Tierherzen in Not" da ist, wenn wir nicht auch das absolut problematische und abscheuliche Tierschutzthema Massentierhaltung aufgreifen würden...
 

Wussten Sie, dass man um ein Kilo Fleisch "zu produzieren” bis zu 22 Kilo Getreide und mehr als 50000 Liter Wasser verbraucht? Außerdem stecken in einem Kilo Rindfleisch so viele Emissionen, wie in einer Autofahrt von 250 km, so viel Energie wie der 20-tägige Betrieb einer 100 W Glühbirne und so viel Wasser, wie der Jahresverbrauch bei täglichem Duschen. Besonders die Abholzung der Wälder für Weideflächen und die Anpflanzung der Futtermittel, belastet die Klimabilanz eines jeden Fleischessers mit jährlich etwa 1,5t CO-Äquivalenz mehr als die eines "Pflanzenfressers”.

(Quelle:peta.de)

 

Das Kernproblem der Massentierhaltung ist das Tierleiden:
Tiere auf engstem Raum zu halten, ihnen ein Leben ohne Tageslicht zuzumuten, sie körperlich zu manipulieren und ihre Bedürfnisse zu ignorieren, ist ethisch nicht vertretbar.

Unter diesen Bedingungen werden die Tiere häufig krank. Mit Antibiotika werden sie so lange am Leben gehalten, bis sie nach wenigen Monaten schlachtreif sind. Wachstumsfördernde Stoffe lassen die Tiere häufig unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Doch ihre Qual ist nicht das einzige Problem der Intensivtierhaltung:

Massentierhaltung verschmutzt Böden und Trinkwasser

Die konzentrierte Güllemasse der Tiermastanlagen verschmutzt die Luft, den Boden und die Gewässer. Der Bau von Großbetrieben wird durch die deutsche Agrarpolitik subventioniert, obwohl längst Überkapazitäten bestehen. Der deutsche Steuerzahler entrichtet nicht nur die Subventionen für die Massentierhaltung, er zahlt damit auch für die unzulängliche Beseitigung der Umweltverschmutzung der Mastbetriebe mit bis zu 600.000 Tieren. In Bundesländern mit besonders vielen Mastanlagen wird schon heute empfohlen, das Leitungswasser nicht mehr zu trinken.

Massentierhaltung verstärkt weltweit die Armut

Ein Drittel der Weltgetreideproduktion wird an Nutztiere verfüttert. Der Bedarf ist so groß, dass in vielen Entwicklungsländern Getreide für den Export an die Fleischindustrie angebaut wird, anstatt die Ackerflächen für die eigene, hungernde Bevölkerung zu nutzen. Deutschland ist mit über 55 Millionen gemästeten Schweinen jährlich der drittgrößte Schweineerzeuger weltweit und der größte der EU. Dabei produziert Deutschland längst mehr Fleisch, als es zur Selbstversorgung benötigt.

In der Geflügelindustrie sieht es ähnlich aus: Der nicht benötigte Überschuss des Billigfleisches wird in Entwicklungsländer exportiert und ruiniert dort die Lebensmittelmärkte, weil dadurch die Nachfrage nach lokalem Fleisch sinkt und wichtige Arbeitsplätze in den Entwicklungsländern verloren gehen. Ein artgerechter Umgang mit Hühnern, Schweinen, Schafen und anderen Nutztieren ist für die Ernährung, den Umweltschutz und die Armutsbekämpfung entscheidend.

(Quelle: welttierschutz.org)

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